Das Heilige Römische Reich ist ein loser Staatenverbund. Im 12. Jahrhundert verkörpert es die Einheit von kirchlicher und weltlicher Herrschaft. Die Kaiser erweitern ihren Machtbereich durch Diplomatie, Kolonisation, Kriege und Heiraten.

Das Heilige Römische Reich vereint unter seinem Dach verschiedene kleine und mittelgroße Territorien. Im Reich gibt es ein buntes Gemisch verschiedener Völker und Sprachen. Um 1300 gehört sogar die Provence dazu, im Osten das heutige Slowenien, Tschechien und ein Teil Polens. Im Süden reicht das Reich bis zum Kirchenstaat.

Das heilige römische Reich

Karl der Große erweiterte sein Frankenreich zum mächtigsten in ganz Europa, vereinheitlichte Recht und Verwaltung und setzte eine Bildungsreform in Gang. Unter den nachfolgenden Kaisern entstand bis ins 15. Jahrhundert das Heilige Römische Reich Deutscher Nation als Lehnsverband aus zahlreichen Ländern und regionalen Obrigkeiten.


Quelle:

1. Fiedler, Teja und Goergen, Marc: "Die Geschichte der Deutschen. Teil 2 - Das Heilige Römische Reich der deutschen Kaiser": In: Stern, Heft 46 (2006), S.